Rollrasen – Vorteile & Nachteile

- Rund ums Haus

Wer träumt nicht von einem satten, dichten und grünen Rasen im Garten? Jedoch muss man sich hierbei grundsätzlich die Frage stellen, ob man selbst den Rasen sät oder ob man Rollrasen verlegt. Wir erläutern euch die Vor- und Nachteile von Rollrasen:

Vorteile

Der größte Vorteil beim Rollrasen ist, dass bereits nach wenigen Stunden, die zur Verlegung benötigt werden, der Rasen vollständig angelegt ist und dieser direkt nach Verlegung betreten werden kann. Dieser Aspekt ist natürlich äußerst praktisch, wenn Kinder oder Hunde im Haushalt leben und man so nicht darauf achten muss, dass diese der Rasenfläche fernbleiben. Jedoch sollte man rund zwei Wochen abwarten, bis der Rasen vollständig genutzt und belastet wird, denn erst dann sind die grünen Teppiche fest mit dem Unterboden verwachsen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Optik. Rollrasen weist einen sehr dichten Bewuchs der Grashalme auf und ist sehr gleichmäßig bewachsen. Beim Aussäen des Rasens entstehen hingegen immer wieder undichte Stellen aufgrund ungleichmäßiger Verteilung der Rasensamen. Die dichte Grasnarbe lässt außerdem auch weniger Unkraut und Moos an die Oberfläche durchdringen, bietet aber keinesfalls einen absoluten Schutz davor.

Das Verlegen des Rasens ist zu jeder Jahreszeit möglich, außer bei Frost im Winter. Beim Aussäen ist es wiederum nur im späten Frühling oder im frühen Herbst möglich. Bei der Entscheidung für einen Rollrasen ist man somit flexibler, wann man mit der Gestaltung des Gartens beginnt. Daher ist dies ein zusätzlicher positiver Aspekt von Rollrasen.

Nachteile

Die Kosten für Rollrasen sind relativ hoch im Vergleich zu qualitativ hochwertigem Saatgut. Deshalb stellt dies auch den größten Nachteil dar. Der Quadratmeter beläuft sich je nach Qualität auf 3,00 bis 10,00 EUR, manchmal werden sogar noch die Transportkosten zusätzlich berechnet.

Beim Kauf von Rasensamen im Gartenfachgeschäft oder im Internet kann anschließend selbst bestimmt werden, wann mit der Aussaat begonnen wird. Bei Rollrasen ist dies nicht möglich. Erst einmal muss dieser bei einer speziellen Rasenschule bestellt werden, er ist nicht einfach im Handel erhältlich. Dazu sollte er nach Anlieferung so schnell wie möglich verlegt werden, maximal aber nach 36 Stunden. Umso länger er liegen bleibt, desto mehr sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass er durch Austrocknung flächendeckend anwächst.

Nachteilig ist auch, dass Rollrasen nur in vier verschiedenen Varianten (Spielrasen, Sportrasen, Zierrasen und Schattenrasen) angeboten wird, die Auswahl von Saatgut hingegen ist weit vielfältiger.

Egal ob die Entscheidung auf den Rollrasen oder auf das Aussäen fällt, bei beiden Varianten ist das A und O die Rasenpflege: Bewässern, Mähen und Düngen. Dann erfreut man sich sehr lange an der grünen Oase im eigenen Garten!

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